Project

Wir bauen das Europäische Haus –   barrierefrei!

Unter diesem Motto wird das Modell des europäischen Hauses tatsächlich gemeinsam gebaut. Dabei werden wesentliche Fragen des Zusammenlebens in der EU aufgeworfen. Die Jugendlichen werden herausfinden, wie Vielfalt mit Einheit verbunden werden kann. Sie verbessern ihr  Wissen über die EU, ihre Mitgliedstaaten und Beitrittskandidaten. Durch die Zusammenarbeit erwerben sie wichtige Fähigkeiten wie Respekt vor dem anderen, Kommunikations- und Teamfähigkeit. Sie erfahren und reflektieren sich als EU-Bürger.
Das erste Jahr steht im Zeichen der Verschiedenheit und der Vielfalt. Die Schüler erforschen dabei ihre eigenen kulturellen Traditionen bis hin zu architektonischen Elementen, die das Gebäude dann auch prägen sollen. Dies wird in einem noch zu vereinbarenden Format auf der Website dokumentiert, sodass verglichen und kommentiert werden kann. Sie werden ihren Raum nach eigenen Vorstellungen als e-Modell gestalten. Fakten über die EU wie Bevölkerungsgröße und das Prinzip der Gleichheit werden bei der Bestimmung der Dimension der Räume relevant. Sie werden neue Kulturen kennen lernen und merken, dass die Vorlieben der anderen respektiert werden müssen, wenn man seine eigenen Bedürfnisse auch zur Geltung bringen will. Die Fähigkeit zur Kompromissbildung kann so gestärkt werden.
Das zweite Jahr steht im Zeichen der Gemeinsamkeit. Das gemeinsame Europäische Haus bekommt nun  außer den individuell gestalteten Räumen auch Gemeinschaftsräume und eine architektonische Struktur, die ein einheitliches Ganzes entstehen lässt, in dem Vielfalt so weit wie möglich gewahrt bleibt. Zunächst wird dies wieder als e-Modell entworfen. Bei einem Workshop in Deutschland  wird es gebaut, weil hier durch die vorhandene CAD-Maschine eine kleine Serienproduktion möglich ist, sodass jeder Partner ein Exemplar des Hauses mit an die eigene Schule nehmen kann. Wie es dort aufgestellt ist, wird durch ein Photo dokumentiert.
Es sollen Regeln für das Zusammenleben in diesem gemeinsamen Haus aufgestellt werden. Ein Wörterbuch der immer wieder vorkommenden Vokabeln v.a. aus dem Bereich Kultur, Architektur  etc. wird während der Arbeit zusammengetragen.  All dies ist Teil der Präsentation beim letzten Projekttreffen, das auch in Deutschland stattfindet, da dort die koordinierende Schule ist. Im Mittelpunkt steht das gemeinsame Europäische Haus: ein reales Modell und vier Photodokumentationen der anderen Exemplare. Personen und Institutionen aus dem Bereich der Jugendbildung und Vertreter aus der Politik werden eingeladen. Eine gemeinsame Exkursion zum Europäischen Parlament gehört ebenfalls zum Abschlusstreffen.
Das erste Treffen findet in der Türkei statt, um die Bandbreite der Traditionen und Wertvorstellungen von Anfang an zu erfassen. Auch die Nachbarschaft des europäischen Hauses kommt dadurch in den Blick. Die anderen Treffen finden in Italien, Spanien und Rumänien statt. Sie ermöglichen konkrete Erfahrung mit kultureller Vielfalt und dem gemeinsamen kulturellen Erbe. Das abschließende Treffen dient neben der Präsentation der Projektergebnisse in starkem Maße der Dissemination und der Valorisation. Auch den jeweiligen Abgeordneten im EP  soll vermittelt werden, was jungen Menschen Europa bedeutet und welche Werte und Traditionen ihnen wichtig sind.
Durch die Projektarbeit erwerben SchülerInnen ganz vielfältige Qualifikationen: Sie erproben bei den Umfragen zum Zweck der Evaluation Methoden der empirischen Sozialforschung, schulen ihre Fähigkeiten im Bereich Tourismus, wenn sie   die Meetings organisieren. Sie lernen mit IKT umzugehen. Mehrsprachigkeit, Teamfähigkeit, interkulturelle Kompetenz und die „Europafähigkeit“ werden bei Schülern und Lehrern gestärkt.

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Building the European House

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